Mittwoch, 30. Juli 2014

Mentalakrobatik gegen die Kälte



Unser letztes Lomi-Seminar war mal so ein ganz anderes Erlebnis. Nachdem wir uns in den Seminaren untereinander massiert haben, wird die erlernte Technik gerne an Kunden umgesetzt. Auf der Suche nach eben solchen, gerieten wir auf neue Wege. Da irgendein Wetterfrosch ganz, ganz glaubwürdig schönes Badewetter vorausgesagt hatte, begaben wir uns ins Freibad. 

Wir vermuteten hinter der dunklen Wolke einen strahlend blauen Himmel, der sich schon in Bälde zeigen würde. Der häufige Blick zum Himmel änderte nicht viel.
Das Thermometer zeigte schlappe 16 Grad an und es ging ein leichter aber frischer Wind. Meinen bekleideten Teilnehmern war es bereits kalt. Der Himmel zeigte sich verhangen.
Wir vermieden also strengstens das Thema Regen oder Kälte. Ein gewisser Zweckoptimismus war auch voll angebracht. Ich kann so was und glaube mir dann auch alles.
Bekanntlich bin ich ja für alles offen und lasse mir auch keine neue, wertvolle Erfahrung entgehen. Es könnte die einzige Situation sein, die sich jemals im Leben bietet. Wenn man etwas gewagt hat, vergisst man es nie wieder und man hat immer etwas, was man den Enkeln noch erzählen kann.
Ich schaute zum Schwimmerbecken rüber. Dort schwammen vielleicht 20 Badegäste, die es sorgfältig vermieden zu viel Körper aus dem Wasser schauen zu lassen und sich kräftig bewegten.
Ich sprach einen der jungen Schwimmer an und eröffnete ihm – vielleicht etwas zu fröhlich - die Möglichkeit einer Massage. Er schaute mich etwas irritiert an und fragt nur, ob er denn bei der Hitze auch noch eine Cola mit viel Eis haben könne. Ich weiß nicht, was mit der Jugend los ist… Wir waren da bestimmt ganz anders.

Eine sehr entschlossene Kundin fand den Weg zu uns. Tatort: Massage-Blockhütte. Ich vermied das Gefühl von Mitleid. Schließlich konnte sie sich ja auf eine sehr schöne Massage im völlig unbekleideten Zustand freuen. Auch eine der Teilnehmerinnen war kühn genug den Versuch bei Sommerkälte zu wagen. 
Wir entschlossen uns diesmal, die Massage mit viel "Abdeckung" durchzuführen.
Mir war klar, dass hier ohne eine gewisse mentale Einstimmung nichts gehen würde.
Aus dem Mentaltraining kennt man folgenden Grundsatz:
Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, wird zu unserer Realität. Die Quantenphysik sagt darüber hinaus, dass die Dinge überhaupt erst existieren, wenn wir unser Bewusstsein darauf richten. Na, prima. Die sagen das so und ich stand jetzt da - weit und breit alleine ohne auch nur einen einzigen Quantenphysiker. Kein Problem.
Ich schaute auf meine beiden Massageempfänger, die mitlerweile schon auf der Liege lagen und stellte eine gewisse Bereitschaft fest, aus Überlebensgründen jede warme, sonnige  Realität zu glauben. Also lenkte ich ihre Aufmerksamkeit auf das sonnenverwöhnte Hawaii. Wir verbrachten ein paar wunderschöne Minuten gemeinsam am warmen Strand. Die Sonne strahlte, ja sie brannte gnadenlos vom Himmel. Wir genossen das kühlende Wasser und den strahlend blauen Himmel von einem der schönsten Strände dieser Welt.

Zum Schluß fragten wir unsere beiden Massierten ob sie gefroren hätten. Beide verneinten. Sie sagten sogar so Sachen wie: „Nein gar nicht.“




All ihr Quantenphysiker da draußen: Es funktioniert! 
Wir sollten uns öfter eine schöne, sonnige Umgebung schaffen, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf das richten, was uns Freude macht und gut tut. Dann würde die Sonne bestimmt viel häufiger scheinen und das wäre doch für alle gut.