Freitag, 18. Juli 2014

Vorbild prägt

Herrliches Freibadwetter!
Unsere Massage-Blockhütte befindet sich im Schatten großer Bäume, die uns sanft Wind zu fächeln.


Unsere erste Kundin fühlt sich nach der Geburt ihres dritten Kindes so müde und verspannt. Wir massieren sie mit vollem Einsatz. Als sie aufsteht, lächelt sie glücklich. Sie möchte nun täglich nach uns Ausschau halten. Irgendwie geht sie anders zu ihrem Handtuch auf der Liegewiese zurück. Wir schauen ihr nach: Die Wohltäter haben mal wieder zugeschlagen und das geht in Serie...
 
Heute scheinen uns hauptsächlich junge Mütter mit verschiedenen Alltagsbeschwerden zu finden.
Meine Praktikantin, Irini, hat große Freude und genießt das schöne entspannte Urlaubsfeeling im Freibad. Wir merken beide, dass sie am besten durch direkte Imitation und Inspiration lernt. Also reden wir wenig über fachliche Details und genießen einfach massierend unser sonnengeflutetes Sein.
Vorbild prägt ohnehin am meisten. Vorbild bin ich dann, wenn ich mich nicht anstrenge, nicht versuche eine Rolle zu spielen, zum Beispiel als Fachpädagogischer Massagelehrer oder mich von sonstigen Ideen leiten lasse. Ideen sind ungelebte Gedanken. Das stärkste Vorbild geschieht durch Authentizität. Ich ruhe in mir und bin einfach. Das ist glaubwürdig, echt und prägend. Was ich nicht wirklich bin, das habe ich nicht und was ich nicht habe, das kann ich auch nicht weiter geben. Zumindest wird es nur eine sehr kleine Haltbarkeit haben.
Lebensgenuss hingegen versprüht Inspiration.
Meine Praktikantin hat mir gesagt, dass sie sich wohlfühlt und morgen gleich außerplanmäßig wieder kommen will. Dieses Bild von ihr fand sie okay und das verwackelte darf ich auch posten.