Freitag, 15. August 2014

Natürlich, gesund und lecker statt Fressnarkose




Immer wieder habe ich während der Seminare beobachtet, dass Pizza und Co am Mittag die Teilnehmer müde macht. Wer müde ist, ist auch nicht mehr so motiviert. Ein Röntgenblick in den Körper hat mir gleich gezeigt, was los ist: Nach einem guten Essen werden erst einmal rund 70 % für die Verdauung benötigt. Im Gehirn ist fast nichts los, während im Verdauungstrakt alles auf Hochtouren läuft. Durch den Sauerstoffmangel im Gehirn setzt eine Müdigkeit (Narkose) ein.

Alles gipfelte in der Frage mit leichtem Jammerunterton:
„O je, Heide, das ist so gut was du erzählst, aber können wir nicht erst mal einen Mittagsschlaf machen?“

Ich habe mich gegen Fressnarkosen während meiner Seminare und in meinem übrigen Leben entschieden. Jetzt gibt es viel Frisches. Zum Beispiel Obst und Salate oder Gemüse. Hey, es klappt. Jeder macht da gerne mit. Wir genießen gemeinsam einen leckeren, gehaltvollen Salat und erleben keinen „Aufmerksamkeitseinbruch“ mehr. So macht es doch gleich viel mehr Spaß. 
Fit sein ist schön und schmeckt gut!



Mittwoch, 13. August 2014

Wakeborden - No risk No fun


Ole war beim Wakeboarden in Berlin. Sein Gang ist auffällig. Die Beugung vermeidet er möglichst. So, als wenn er sich im letzten Moment überlegt, das Bein mitzunehmen.

„He, was ist mit deinem Bein? Widersetzt es sich deinen Anordnungen?“

„Ich war beim Wakeboarden.“

"Klar." Zerrkräfte wirken da auf die Gelenke, die sich nicht in Zugrichtung befinden beim Waken. Der Sportwillige steht seitlich zur Fahrtrichtung auf den Brettern und dann wirken ruckartig diese Kräfte auf die Gelenke ein.

Die Schmerzen im Innenbereich des Knies kommen von einer übermäßigen Verdrehung des Knies. Da die Bänder eben kein Gummiband sind, ist die starke Dehnung als unfreiwillig anzusehen. Ich will mich nicht kritisch zu dieser Sportart äußern und schaffe es auch – abgesehen von einer ganz kleinen Ausnahme.

Es geht ja jetzt um das was gerade dran ist:

Ziel ist die Stabilisation des Bandes.

Hier ist es einfach gut, das Kniegelenk ein wenig zu fixieren und dem Innenhand Beistand zu leisten durch ein Tape im Verlauf und einem sogenannten Korrekturzug = Zugrichtung zum Kniegelenk hin. Da gehört das Band ja schließlich auch hin. Das Innenband hat sogar eine sehr enge Beziehung zur Gelenkkapsel. Man nennt das auch verwachsen.

Jetzt kann es sich in Ruhe erholen.

Ich bin zufrieden und Ole ist es auch.
Ich schaue ihn an und denke: Er wird es wohl wieder tun. Dann wird er wenigstens wissen, wie er sich sein Knie selber tapen kann. Man kann das übriegens auch vor dem Sport tun. Tape-Band besteht meistens aus wasserresisttentem Material. Es empfiehlt sich dann das Tape nach dem Wasserspaß etwas mit einem Fön zu trocknen.






Samstag, 2. August 2014

Angst lähmt


Heute versende ich Zertifikate. Ich kaufe einige Briefmarken zu 1,45 Euro.
Was da für 1,45 € über die Theke zu mir schiebt, erregt mein Interesse. Noch bevor der Geldtransfer abgeschlossen ist, habe ich mir die Marke kurz angeschaut:
"Kein Fürchten soll mich lähmen," steht da.


Große Wahrheiten für wenig Geld - wandern hier heute über die Theke, scherze ich kurz. Der Beamte schaut sich die Marke auch kurz an und nickt. 

Angst lähmt. Oftmals ist es eine Erfahrung der Vergangenheit, die ich in die Zukunft transportiere und die mir - da abgelegt - jetzt gerade Angst macht. Aber eigentlich hat die Angst mit dem Jetzt, in dem ich gerade bin, gar nichts zu tun. Es sei denn, ich stehe jetzt gerade einem großen, schwarzen Hund gegenüber. 
Angenommen, mir hätte heute morgen schon jemand gesagt: Du begegnest heute einem großen schwarzen Hund in der Post. Ich hätte mich den ganzen Tag vor dieser Situation gefürchtet. Mit andreren Worten, ich hätte nicht gelebt. Dabei hätte vielleicht ein kurzer Befehl vom Besitzer alles entspannt: "Nero, komm sofort her!" und die eine kleine Schrecksekunde wäre verflogen.
Ich habe entdeckt, wo ich keine Angst habe. Es gibt ihn, den angstfreien, unbeschwerten Raum! Man nennt es Raum, aber es trifft es nicht ganz. Unbeschwertheit ist hier zu Hause und pures Sein.

In meinem Buch Standardwerk für Massage-Therapeuten schreibe ich unter dem Stichwort "Präsenz":


"Es ist das Ausrichten auf das gerade Stattfindende. Dieser Punkt liegt im Jetzt. Wahres Empfangen und Geben geschieht nur im unabgelenkten, unbelasteten Sein. Ich bleibe ganz bei mir und genieße das Jetzt. Ich koste es aus." 

Aber ist man dann nicht verantwortungslos und ignorant?

Nein, gar nicht. Hellwach und klar folgt man vergnügt der Intuition - dem Wissen, das jedem Denken weit überlegen ist. Es ist der Geburtsort für Innovation, Kreativität und Genialität. 
Hast du dich schon mal gefragt, warum es im unmittelbaren Jetzt keine Angst gibt? Zumindest kann ich sagen, ich traf sie dort noch nie an.
Das Jetzt kann nix konservieren, unbelastet und frisch bietet es sich in jedem Moment an.
Es gibt keine Exklusivrechte auf dieses Jetzt. Vielleicht magst du es entdecken...